Bau schottischer Fischzucht blockiert, weil Unterwasserfeen die Fischer töten könnten

Straßen, Wohnsiedlungen, Fabriken, Abholzungsprojekte und ähnliches wurden blockiert, weil der Bau die lokale Flora und Fauna zerstören könnte. Das scheint gerecht zu sein. Aber Feen? Vielleicht nicht in den USA, aber den schottischen Behörden wurde vor kurzem eine Petition vorgelegt, um den Bau einer Fischfarm in Flodigarry auf der Nordostseite der Insel Skye zu blockieren, weil dies Unterwasserfeen stören würde, die sich rächen könnten, indem sie Fischer zu ihrem Untergang locken. Die Geschichte stammt aus Schottland, wo die Beamten fair zu den Feen sind und beschlossen haben, dem Antrag stattzugeben und die Fischfarm zu verbieten. Wirklich!

„Ashrai leben Hunderte von Jahren und werden einmal pro Jahrhundert an die Wasseroberfläche kommen, um im Mondlicht zu baden, das sie für ihr Wachstum nutzen. Es ist erwiesen, dass der Stahl der Fischzuchtkäfige viele Ashrai an die Oberfläche zieht, mit nur einem Ergebnis: Sie schmelzen.“

Wie The Scotsman berichtet, reichten die „Friends of the Eilean Fhlòdaigearraidh Faeries“ im Oktober 2019 beim Planungsausschuss des Highland Councils ihren Einspruch ein, um den geplanten Bau der Bio-Lachsfarm Sea Harvest in den Gewässern vor der Küste von Flodigarry zu stoppen, wo Ashrai – Meeresfeen, die Meerjungfrauen ähneln – angeblich seit 1.000 Jahren leben. Der Legende nach können die Ashrai einmal in jedem Jahrhundert auftauchen, ohne zu schmelzen, aber ihre Freunde auf dem Land befürchten, dass sie von den Geräten der Fischfarm zum Schmelzen gebracht werden. Das würde die Ashrai dazu bringen, sich an männlichem Farmpersonal zu rächen.

Dies wäre schlecht für die Fischer, aber noch schlimmer für die Wirtschaft von Flodigarry, die von Touristen abhängt, die märchenhafte Attraktionen wie die Feenpools, die Feenflagge von Dunvegan Castle und die Feenbrücke besuchen. Das Ganze ist ein großes Thema vor Ort:

„Im Salon von Dunvegan Castle befindet sich der wertvollste Schatz der MacLeods. Es ist eine Fahne, ziemlich zerfleddert, aus verblasster brauner Seide gefertigt und sorgfältig an Stellen ausgebessert. Dies ist die Feenflagge der MacLeods. Im Jahr 1066 machte sich König Harald Hardrada von Norwegen auf den Weg, um England zu erobern. Er nahm die magische Fahne „Land Ravager“ mit sich. Diese Fahne garantierte demjenigen, der sie besaß, den Sieg. In der Schlacht an der Stamford Bridge wurde Harald Hardrada getötet und die Fahne verschwand!

Die Flagge tauchte Jahrhunderte später auf mysteriöse Weise wieder auf, um die MacLeods von Dunvegan in zwei Schlachten gegen die MacDonalds zu retten. Offenbar ist nur noch ein weiterer MacLeod-Retter übrig geblieben, so dass sie ihn sorgfältig bewachen. Viele schottische Soldaten im Zweiten Weltkrieg trugen Fotos der Flagge als Glücksbringer bei sich. Apropos Glück: Es gilt als Pech, die Feenbrücke zu überqueren, ohne die Feen zu begrüßen.

Hat also nun die angebliche Anwesenheit der Unterwasserfeen den Bau der schottischen Fischfarm gestoppt? Dazu gibt es keine offizielle Stellungsnahme…

Foto: Mike Smith on Unsplash

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