Quasar Tsunamis vernichten nach und nach ganze Galaxien

Kein anderes Phänomen trägt mehr mechanische Energie in sich. Über die Lebensdauer von 10 Millionen Jahren erzeugen diese Ausflüsse eine Million Mal mehr Energie als ein Gammastrahlenausbruch. So beschreibt die NASA die „Quasar Tsunamis“ – ein Phänomen, das unbekannt war, bis das Hubble-Teleskop Anzeichen einer riesigen Energiekraft aufnahm, die über Galaxien hinwegflog und Sterne, Planeten und alles andere in seinem Weg entzündete, wie „eine riesige Lichtshow, die an Weihnachtsbäume in der ganzen Galaxie erinnert“.

Nahum Arav von Virginia Tech in Blacksburg, Virginia, beschrieb die Entdeckung in einer kürzlich veröffentlichten NASA-Pressemitteilung, in der die Veröffentlichung von nicht nur einem, sondern sechs Arbeiten zu diesem Thema im The Astrophysics Journal angekündigt wurde, zusammen mit einer entsprechend furchterregenden Darstellung einer Galaxie mit einem aktiven Quasar. Stellen Sie sich einen Quasar als mehrere schwarze Löcher vor, die zusammenwirken, um Materie und Energie auszuspucken, während sie Sterne verbrauchen, und der „Quasarwinde“ mit Hunderten von Sonnenmassen an Material ins All bläst, das in das umgebende galaktische Gas und den Staub „schneit“.

Aber das ist ja alles weit weg, oder? „Sowohl Theoretiker als auch Beobachter wissen seit Jahrzehnten, dass es einen physikalischen Prozess gibt, der die Sternentstehung in massereichen Galaxien verhindert, aber die Art dieses Prozesses war bisher ein Rätsel. Wenn wir die beobachteten Ausflüsse in diese Simulationen einfließen lassen, lösen wir diese offenen Probleme der galaktischen Entwicklung“, so die NASA weiter dazu.

Und wenn Sie glauben, dass dies nur ein einmaliges Ereignis ist: Astronomen haben 13 Quasarausflüsse beobachtet, nachdem sie den spektralen „Fingerabdruck“ kosmischer Tsunamis identifiziert hatten – Lichtabsorptionsmerkmale entlang des Lichtweges, die aufgrund der schnellen Bewegung des Gases im Raum im Spektrum verschoben sind. Nicht nur das, dieser Ausfluss scheint mit der Zeit zuzunehmen.

Gehört das wirklich zur Entwicklung einer Galaxie oder zu ihrer Zerstörung? Die Milchstraße hat ein supermassives schwarzes Loch in ihrem Kern. Wäre dies also auch hier möglich? Die Wissenschaft hat dazu noch keine Antwort gefunden…

Foto: QuasarX-ray: NASA/CXC/Caltech/P.Ogle et al; Optical: NASA/STScI; IR: NASA/JPL-Caltech; Radio: NSF/NRAO/VLA

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