Der Mann aus Taured – Eine Nation, die nie existiert hat!

Stellt euch vor, ihr macht einen Urlaub in Japan und verbringen dort einen tollen Urlaub. Als ihr dann in euer Heimatland zurückkehren wollt, werdet ihr von den Flughafenbehörden angehalten und darüber informiert, dass das Land, aus dem ihr einen Reisepass besitzt, gar nicht existiert. Klingt das nicht beängstigend und seltsam? Aber dies ist tatsächlich passiert!

Die Geschichte geht bis in den Sommer 1954 zurück. Ein Mann kam auf dem Flughafen von Tokio in Japan an, um in sein Land namens Taured zurückzukehren. Als der Mann seinen Reisepass zum Abstempeln übergab, wurde er von einem japanischen Einwanderungsbeamten angehalten. Als sich die anderen Flughafenbeamten versammelten, um sich mit dem Problem des Reisenden zu befassen, stellte sich heraus, dass das Land, aus dem der Mann stammte, nicht existierte. Obwohl sein offizieller Reisepass authentisch aussah, konnten die Beamten sein Land auf der Weltkarte nicht ausfindig machen. Er wurde in einen Verhörraum ggebracht und ausführlich befragt.

Der Mann versuchte, die Vernehmungsbeamten davon zu überzeugen, dass sein Land tatsächlich existierte. Er sagte, dass Taured seit mehr als tausend Jahren existierte und sich auf der Weltkarte befand, wo sich eigentlich das Fürstentum Andorra befand. Er war verwirrt darüber, warum sein eigenes Land „Taured“ auf der Karte als Andorra aufgeführt war. Die Offiziere glaubten ihm nicht und setzten ihre Verhöre fort, um den Fall zu lösen.

Der Reisende wurde unruhig, als er den Beamten erklärte, sein Land liege in Europa, und es sei die Heimat vieler anderer Menschen zwischen Frankreich und Spanien, und es könne nicht einfach verschwinden. Er behauptete ferner, dass er für eine Firma gearbeitet habe, die ihn in den letzten fünf Jahren für verschiedene Projekte nach Japan geschickt habe. Obwohl die Firma, für die er angeblich ebenfalls arbeitete, nicht gefunden werden konnte, schienen seine anderen Behauptungen etwas Bestand zu haben, da er wie ein Europäer mit Bart aussah und Französisch sprach. Er trug auch die verschiedenen europäischen Währungen bei sich. Was seine fünfjährige Reisetätigkeit nach Japan betrifft, so sprach er gut Japanisch, was bewies, dass er eine gewisse Verbindung zu Japan hatte.

Als der Fall auf ein mysteriöses Ausmaß eskalierte, beschlossen die Beamten, ihn in einem nahe gelegenen Hotel unter Hausarrest zu stellen. Sie verdächtigten ihn, ein Krimineller zu sein, und stellten zwei Wachen vor seinem Zimmer auf. Nachts, nachdem ihm das Abendessen serviert worden war, schlief er in seinem Zimmer. Am Morgen wurde das Zimmer wieder geöffnet, um festzustellen, dass der Mann darin einfach verschwunden war. Abgesehen von einer Tür gab es keinen Ausstiegspunkt aus dem Raum, da das einzige Fenster des Zimmers in großer Höhe von der darunter liegenden belebten Straße aus lag. Während keine Anzeichen seiner Flucht zurückgelassen wurden, verschwanden auch seine persönlichen Dokumente mit ihm.

Seitdem sich die Geschichte im Internet verbreitet hat, ist sie für Generationen zu einem Rätsel geworden. Doch was steckt dahinter? Es könnte eine völlig erfundene Geschichte sein. Der erste Artikel über „den Mann von Taured“ wurde in Colin Wilsons Buch „The directory of possibilities“ erwähnt. In diesem Buch hat Colin Wilson viele solcher Artikel geschrieben, in denen paranormale Ereignisse das Thema sind. Es könnte also eine dieser Geschichten sein, die aus Wilsons Fantasie entstanden sein könnten. Er könnte sie nur zum Zweck der Unterhaltung geschaffen haben. Vor allem aber wurde die Geschichte nie in einer der japanischen Zeitungen erwähnt. Da sie in den Berichten aus erster Hand nicht zitiert wird, könnte man sie vollständig als ein Stück Fiktion betrachten.

Dieselbe Geschichte findet sich jedoch in einem weiteren Buch von Thomas Slemen: „Strange but True; Mysterious and Bizarre People“. Thomas Slemen zitiert. „Es gab viele Berichte über Besucher von anderen Planeten, die auf der Erde vorbeikamen. Im Jahr 1954 nahmen die japanischen Behörden einen Mann fest, der versuchte, mit einem Pass ins Land einzureisen, aus dem hervorging, dass er aus einem unbekannten Land namens Taured stammte“.

Geht man von der Behauptung von Thomas Slemen aus, könnte der Mann aus Taured ein Mann aus dem Paralleluniversum sein. Er könnte in seine eigene Welt zurückversetzt worden sein in dem Glauben, dass alles nur ein böser Traum war. Ist es möglich, dass dieser Mann irgendwie zufällig von einer parallelen Dimension zu uns gekommen ist?

Foto: Lars Schneider on Unsplash

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